Karmeliterhof, Graz
Architektur: LOVE architecture and urbanism ZT Verarbeitung: SG-Putz Glettler GmbH

Das Projekt liegt im Zentrum der Grazer Altstadt. Das ursprüngliche Ensemble bestand aus drei Gebäuden von unterschiedlicher Bauqualität und aus unterschiedlichen Epochen. Grundidee war es, diese drei Gebäude durch einen Verbindungsbau zu einem Geviert mit begrüntem Innenhof zu schließen. 

 

Die Grazer Tradition der dreidimensionalen „bewegten“ Fassaden wurde zum Ausgangspunkt der Neugestaltung. Die Architekten entschieden sich für eine Kasten-Doppelfassade mit einer Front aus Sonnenschutzglas und einem umlaufenden Rahmen mit Lüftungsöffnungen. Zum Innenraum hin sind Schiebetüren angebracht, die den eigentlichen Raumabschluss herstellen und für einen natürlichen Luftaustausch sorgen. Im Winter verbessert die Doppelfassade die Energiebilanz durch Nutzung des Sonnenwärmeeintrags und verminderten Wärmeverlust in der Nacht.
 

Der Verbindungsbau schließt die Lücke zwischen dem platzseitigen Gebäude und dem Hofflügel. Das Erdgeschoß verjüngt sich in der Mitte, um dem Innenhof und der Passage größtmöglichen Raum zu geben. Das Dach des Verbindungsbaus wird über die erneuerten Dachaufbauten und neuen Gebäudeteile rund um den Innenhof gefaltet. Die historischen Ziegeldächer bleiben vollständig erhalten und kontrastieren mit dem neuen Deckungsmaterial.


Foto: © LOVE architecture and urbanism / Jasmin Schuller

 

MCM Klosterfrau Healthcare, Wien
Architektur: Büro für Architektur gaupenraub +/- Verarbeitung: Pfnier & Co GmbH

Die Ausgangssituation war prekär, da sich die Bausubstanz in teils abbruchreifem Zustand befand. Grundgedanke der Generalsanierung war, das gesamte Gebäude so „einzupacken“, dass die unterschiedlichen Nutzungsbereiche ablesbar bleiben. Für die ursprünglich vertikal gerillten Sichtbetonfertigteilfassade des Bürotrakts wurden Polycarbonat-Stegplatten gewählt, die mit ihren Kammern die Betonstruktur aufnehmen und zudem über hervorragende Dämmeigenschaften verfügen. 


Am Dach wurden die Lichtkuppeln zu einem durchgehenden Oberlichtband zusammengefasst. So war es möglich, die Bürofläche im Obergeschoss um eine tiefe Mittelzone zu erweitern, die dennoch über ausreichend Tageslicht verfügt. Eine weitere wesentliche Maßnahme war die Neuinterpretation des Eingangsbereichs durch eine zweiläufige Rampe.

Im Innenbereich wurden Doppelböden eingezogen, was eine technische Neuinstallation aller Bereiche ermöglichte. Mit der Konzentration auf installationsintensive Fußböden können die Speichermassen der Wände und Decken unmittelbar genutzt werden.


Foto: © Patricia Weisskirchner


 

Hauptschule Langenzersdorf
Architektur: ah3 architekten ZT GmbH Verarbeitung: S.M.A.K. Bau GmbH

Das Gebäude der Hauptschule in Langenzersdorf wurde generalsaniert. Der historisch gewachsene Gebäudekomplex hatte sich in einem unübersichtlichen, stark abgenutzten Zustand befunden. Die Umbaumaßnamen konzentrierten sich auf die bau- und wärmetechnische Sanierung, Ziel war der Passivhausstandard. Neben einer Wärmedämmung der Gebäudehülle und dem Austausch der Fenster wurde eine Lüftungsanlage ausgeführt.

Das Schulinnere wurde funktional neu gegliedert und durch eine Aula ergänzt. Als zentrale Schnittstelle trägt diese, in Verbindung mit dem neu gestalteten Eingang, zu einer wesentlichen Verbesserung der Orientierung bei. Der neu geschaffene Gebäudeteil verbindet im Untergeschoss das Haupthaus mit einem kleinen Turnsaal. Neben den Nebenräumen, Umkleiden und Sanitäreinrichtungen ist in diesem Bereich auch die bisher fehlende Zentralgarderobe untergebracht.

Im Erdgeschoss wird die Aula auch als Erweiterung der Schulbibliothek genutzt. Von der angrenzenden Terrasse gelangt man über Sitzstufen in den Pausenhof, der bei Schulveranstaltungen auch als Bühne genutzt werden kann. Im bestehenden Gebäude kam es durch funktionale Adaptierungen zu lokalen Umbauarbeiten. 


Foto: © Dieter Schewig